Schule für modernes japanisches Trommeln in Hamburg

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Der Kion Taiko Dojo wurde im Jahr 2006 von Ingmar Kikat (Taikoon) in Hamburg gegründet, nach dem Vorbild des von Kaoly Asano und der japanischen Taiko-Band Gocoo geleiteten Tawoo Dojo in Tokyo. Seit 2006 gibt es im Kion Dojo mehrmals wöchentlich Taiko-Unterricht, in Form von Übungsstunden, Auftrittsproben und speziellen Workshops. Die Anzahl der Trommler im Kion Dojo ist dabei langsam aber stetig gewachsen und liegt im Jahr 2012 bei etwa 35 regelmäßig übenden und auftretenden Mitgliedern. Typisch für eine große Gruppe mit lautstarken Argumenten, musste der Raum des Kion Dojo öfter gewechselt werden. Aktuell wird im Luisenweg 143 im südlichen Hamm getrommelt.


Mit jedem Jahr mehrten sich die Möglichkeiten, das Geübte bei Auftritten zu präsentieren. Dabei sind die Mitglieder des Kion Dojo schon von Schleswig-Holstein über Rostock bis Hannover weit herumgekommen. Ein deutliches Highlight in der Reihe zahlreicher Auftritte war das TaikoGrooveFest im Kunstraum der Markthalle Hamburg im April 2011, das der Kion Dojo gemeinsam mit Taikoon bestritt.


Der Kion Dojo ist mehr als nur ein Trommelschule, sondern eine Gemeinschaft und ein Treffpunkt sehr unterschiedlicher Menschen, die immer wieder an einem gemeinsamen Rhythmus arbeiten, mit all den Herausforderungen und schönen Momenten die sich dabei auf musikalischer wie auf menschlicher Ebene bieten. Manche „Untalentierte“ finden beim Taiko zum ersten Mal Zugang zu ihrem „nicht vorhandenen“ Rhythmusgefühl, andere mit mehr Musikerfahrung entdecken ganz neue Seiten an rhythmischer Musik als sie es bisher gewohnt waren.


Was den Kion Dojo ausserdem auszeichnet sind die Kontakte nach Japan, die regelmäßig gepflegt werden. Seit 2006 hat der Kion Dojo jedes Jahr Workshops mit den großartigen Mitgliedern von Gocoo während ihrer Europa-Tourneen in Deutschland durchgeführt. Und für die Zukunft sind viele Kion-Reisen nach Japan und Austausche mit Trommlern aus Japan geplant.


Ingmar Kikat leitet den Kion Dojo nicht als Hobby oder Nebenbeschäftigung, sondern mit voller Leidenschaft und Einsatz. Dies führt zusammen mit der begeisterten und stets unterschiedlichen Energie der Dojo-Mitglieder immer wieder zu überraschenden Fortschritten, unerwarteten Ergebnissen und wunderschönen Erfahrungen des gemeinsamen Groovens.

Leitung des Kion Dojo


Ingmar Kikat (32) bekam das erste Mal mit 10 Jahren Schlagzeugunterricht. In jungen Jahren sammelte er viel Erfahrung durch die Mitwirkung als Schlagzeuger in vielen verschiedenen Percusssion-Ensembles, Bands und Orchestern. Schon früh stellte sich der Wunsch ein, das restliche Leben mit Musik zu verbringen. Erste Eindrücke vom Taiko sammelte er 1998 bei seiner ersten Japanreise. 2001, mit Beginn seines Japanologie-Studiums wurde er auch Mitglied der Neugegründeten Hamburger Taiko-Gruppe Tengu Daiko, in der er 3 Jahre lang als Mitglied und davon auch 1 1/2 Jahre als Leiter mitwirkte. Im September 2004 machte er sich auf den Weg nach Japan, um seine Taiko-Kenntnisse zu vertiefen und auf eine solide Grundlage zu stellen. Er wählte dafür den Tawoo Dojo von Kaoly Asano in Tokyo, nachdem ihn die Auftritte von GOCOO in Deutschland immer nachhaltig beeindruckt hatten. Nach 16 interessanten und lehrreichen Monaten in Tokyo und im Tawoo Dojo, war für Ingmar der Zeitpunkt gekommen, seine eigenen Vorstellungen vom Taiko auf der Basis des Tawoo Dojo-Stils zu verwirklichen. Daher kam er 2006 zurück nach Hamburg und gründete den Kion Dojo und das Progressive Taiko Project (später Taikoon).

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